am anderen Ufer

Freitag, Mai 21st, 2010 | Author: pia-marie


uns finden
in der zeitlosen hälfte des seins

hand in hand
laufen gegen wütendende winde

sich kreuzende spuren
hinter der weichenden flut

deine augen -
gleich dem licht
des leuchtturms
waren mir hafen

salzig die luft
die nicht loslässt
beim abschied

am anderen ufer
tosende brandung
und nichts

als
nacht und boot

pia widera

Sonnenflammen

Sonntag, Februar 14th, 2010 | Author: pia-marie

zwischen
entlaubten Bäumen
vergeht der Tag
Wolkenwelt in changierendem Rot
Sonnenflammen

© piawidera

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Monatselfchen Februar

Samstag, Februar 13th, 2010 | Author: pia-marie

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Das Kind in dir….

Samstag, Februar 13th, 2010 | Author: pia-marie

Bei Elke bin ich heute auf das Projekt von  Heuni gestossen: Das Kind in Dir. Da fällt mir doch so ganz spontan auch eine Menge dazu ein.

Eine Puppenstube hatte ich, selbstgebaut von meinem Vater und sehr geräumig. Sie war aber nur zum ” Renovieren” interessant. Ich liebte es Teppiche zu weben, mit der Oma neue Gardinen für die kleinen Fenster zu nähen und Wände mit richtigen Tapetenresten zu bekleben.  Ich war meist bei meiner Großmutter, sie war Schneiderin und saß jeden Tag an der Maschine,  ich musste mich allein  beschäftigen, denn ich bin ein Einzelkind.  Diese herrlich bunten Anziehpuppen auf einem Papierbogen mochte ich sehr gern und konnte mich lange damit beschäftigen.  Später waren es Barbiepuppen- aber wohl nur weil ich denen die Kleidung selbst nähen konnte, denn sobald sie angezogen waren verlor ich das Interesse. Wir suchten uns Stoffreste zusammen ( das Gardinenhaus in unserem Städtchen hatte immer kostenlos Reste abzugeben)  und entwarfen die dollsten Kleider. Eine Puppenwagen hatte ich auch, geerbt von der Tochter meiner Tante ( in dem wir vorwiegend die Katzen meiner Nachbarin umherfuhren) Eine besonders geliebte Puppe verschwand immer kurz vor dem Weihnachtsfest und kam dann zum Heiligen Abend ganz besonders hübsch angezogen wieder zum Vorschein. Puppen waren aber meine Sache nicht so unbedingt, sie wurden mir schnell langweilig. Ich gehöre auch heute noch nicht zu den Frauen die Puppen sammeln, obwohl es da ja sehr schöne Puppen gibt.

Ich war ein Draußenkind und hatte das Glück einer kinderreichen Nachbarschaft. Wir spielten Strassenspiele : Fischer,Fischer wie tief ist das Wasser ?, Gummitwist oder Huppekasten. Im Sommer fuhren wir Fahrrad oder Rollschuh, bauten uns im nahen Wald eine Bude zum Verstecken  und kletterten auf Bäume. Im Winter fuhren wir Ski ( dazu bin ich bis heute zu unsportlich) Rodel oder Gleitschuhe ( ich weiß nicht ob sich noch Jemand an diese Gleitschuhe erinnert )  Unser Schatten war mein Cockerspaniel, der mich durch meine Kinderzeit begleitete. Mit den Gleitschuhen fuhr ich mit Karacho in den Jägerzaun der Nachbarin und zog mir  eine Gehirnerschütterung zu, mit dem Rodel hatte ich die glorreiche Idee die Jugendschanze ( eine kleinere Skisprungschanze die aber auch  für Wettkämpfe genutzt wurde) hinunterzurodeln, unten angekommen war ein Arm gebrochen  und der Rodel war auch hin. Einen LKW-Schlauch ließen wir uns an der Tankstelle voll Luft füllen und nutzen ihn im Schnee, wir heizten einen Berg hinunter,  mitten in einen Bach hinein der noch Wasser führte und schlugen uns die Köpfe auf – promt musste der Rettungswagen kommen. Würde ich das verbrauchte Pflaster und die elastischen Binden meiner Kinderzeit aneinander legen, könnte ich wohl einmal den Erdball umwickeln *lacht*

Eigentlich haben sich meine Interessen so sehr nicht verändert. Ich bin immer noch gern Draußen, ich bin immer noch kreativ, aber -  ich kann heute ohne zu verunfallen die Strasse überqueren *lacht*

Schöne Erinnerungen wurden wach, gerade richtig für einen schneeverwehten Abend.

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